Gründung des Waldbauvereins Rhein-Hunsrück e.V.
Aus der Vereinsbiografie von Richard Kapp
Am 15. März 1977 kamen Privatwaldbesitzende aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis im Hotel „Wald-Eck“ in Emmelshausen zur Gründung eines Waldbauvereins zusammen. Oberforstmeister Karl Giesen von der Landwirtschaftskammer referierte und leitete die Versammlung.
„Ziel des Vereins ist es vor allem, eine rentable Forstwirtschaft auch im Bauernwald zu erreichen; die betrieblichen Aufgaben gemeinsam zu bewältigen, wie z.B. gemeinsamer Pflanzeneinkauf, gemeinsamer Holzverkauf, und der gemeinsame Einsatz von Maschinen. Daneben sind es ideelle Gründe der Erhaltung des Privatwaldbesitzes, dessen Interessen die Waldbauverbände auch nach außen wahrnehmen.
Neben der forsttechnischen Beratung durch die staatlichen Forstämter ist die Unterstützung und die gegenseitige Beratung in einem Waldbauverein dringend notwendig, um die Eigeninitiative zur Bewältigung der forstlichen Maßnahmen zu fördern.
Es muss das vorrangige forstpolitische Ziel sein, auch durch Bildung von freiwilligen Zusammenschlüssen breit gestreutes Eigentum zu erhalten, das Interesse am Waldbesitz zu fördern und den Kleinwaldbesitz zu stärken.
Diesen wirtschaftlichen und forstpolitischen Zwecken und Zielen soll die Gründung eines Walbauvereins im privatwaldreichen Rhein-Hunsrück-Kreis dienen.“
In den Gründungsvorstand wurden gewählt:
Willi Retzmann aus Pfalzfeld
Hermann Krämer aus Schwall
Wolfgang Buschmann aus Udenhausen
Rudi Gras aus Halsenbach
Peter Christ aus Mastershausen
Antonius Freiherr von Salis-Soglio aus Gemünden
Wolfgang Gregorius aus Hungenroth
In seiner ersten Sitzung wählte der Vorstand Willi Retzmann zum 1.Vorsitzenden und Wolfgang Gregorius zu seinem Stellvertreter. Die Geschäftsführung ablag dem Geschäftsführer des Bauernverbandes, Herrn Arnold Kasper und Oberförster Heinz Fischer aus Buchholz wurde der Berater in Fachfragen.



