Berichte
Exkursion am 10. Juni 2026 zum Thema „Waldumbau im Einklang mit Wildbeständen“
Besuch in zwei Forstrevieren, in denen einerseits der Waldumbau mit Zaunschutz und andererseits durch Naturverjüngung und Reduktion des Wildbestandes durchgeführt wird.
Mitgliederbefragung
Der Waldbesitz der Mitglieder des Waldbauvereins Rhein-Hunsrück ist sehr klein strukturiert. Von 245 Mitgliedern haben über 200 weniger als 5 ha Wald. Die Entwicklung der sozialen Struktur unserer Mitgliedschaft und die tiefgreifenden Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Wälder wirken sich sicher auch auf die Bedürfnisse und Interessen unserer Vereinsmitglieder aus. Wir haben unseren Mitgliedern über eine Online-Umfrage nun die Möglichkeit geben, sich aktiv in eine bedarfsgerechtere Gestaltung unserer Vereinsarbeit einzubringen.
Runder Tisch des Landrats zum Thema „Forst und Jagd“
Der Rhein-Hunsrück-Kreis umfasst eine Fläche von ca. 99.100 Hektar. Rund 44 % des Kreisgebietes sind bewaldet und liegen in drei Forstamtsbezirken. Die überwiegende Waldfläche befindet sich in kommunalem Besitz. Die Jagd wird in 252 Jagdbezirken ausgeübt; 201 davon sind gemeinschaftliche Jagdbezirke.
Auf Initiative von Landrat Volker Boch hat sich im Juli 2025 in der Kreisverwaltung des Rhein-Hunsrück-Kreises ein Runder Tisch „Jagd und Forst“ konstituiert.
Vertreter von Waldbesitzenden und Landesforsten, der Jägerschaft, der Rotwildhegegemeinschaften, des Bauern- und Winzerverbandes und der Kreisverwaltung diskutierten zusammen mit einem Wildbiologen im Rahmen des Runden Tisches darüber, welche Bedeutung der Wald für das Klima und als Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten hat, ebenso als Rohstofflieferant und Erholungsraum.
Angesichts der aktuellen klimatischen Entwicklungen waren sich alle Beteiligten einig, dass zum dauerhaften Bestands- und Leistungserhalt sowie zur stärkeren Klimaresilienz eine Stabilisierung des Waldes unabdingbar ist.
Nur so können seine vielfältigen Funktionen als Ökosystem, Lebensraum für Wildtiere, Erholungsraum, Ressource für den nachwachsenden Rohstoff Holz sowie als Wasser- und CO2-Speicher auch für künftige Generationen erhalten und geschützt werden.
In vielen Revieren stehen dem aber noch zu hohe Wildschäden entgegen.
Gemeinsam kam man dabei zu der Auffassung, dass der Austausch und die Zusammenarbeit in den einzelnen Jagd- und Forstrevieren der Gemeinden und auch mit den privaten Waldbesitzenden sowie revierübergreifend verbessert und intensiviert werden muss, um die gemeinsamen Herausforderungen besser und einfacher bewältigen zu können.



